Donnerstag, 9. August 2012

"THE END?" 



Nach dem ich die Ostküste erkundet hatte, konnte ich glücklicherweise noch 2 Wochen in Sydney verbringen! Inzwischen ist Sydney so sehr zu meinem Zu Hause geworden, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann wie es ist an einem anderen Ort zu wohnen!
Als ich die Kids wieder gesehen habe, war es als wäre ich nie weg gewesen! Außer das Eva auf einmal ganz anders aussah, als wäre sie in Europa um ein Jahr gealtert!
Von nun an hieß es jede Sekunde zu genießen, so viel wie möglich mit den Kids zu spielen, jede Möglichkeit nutzen in die Stadt zu fahren und vor allem nicht darüber nachzudenken dass der Abflug jetzt doch sehr nahe ist! wie es kurz vor einem Abschied typisch ist, habe ich vor dem Reisen ein Mädchen kennen gelernt mit der ich mich sofort bestens verstanden habe, nur leider war sie gerade erst in Sydney angekommen und ich muss schon wieder gehen. Dennoch unternahmen wir so viel wie möglich miteinander. Wir trafen uns unter der Woche auf einen Kaffe und gingen am Wochenende zusammen feiern! Die Zeit raste aber immer schneller und schneller und ich wollte einfach nicht mehr gehen. Während ich in der ersten Woche noch einen relativ normalen Alltag hatte wurde meine letzten Woche sehr voll, hektisch, intensiv und vor allem wunderschön. Das neue Au Pair kam 4 Tage bevor ich flog aber selbst dann war es noch nicht real dass ich Sydney verlassen werde. Während ich ihr alles erklärte und sie einwies in unseren Alltag, fing ich an so darüber nachzudenken wie es war als ich angekommen bin. Im nachhinein merke ich dass ich mit vielem vollkommen überfordert war, sehr lange wusste ich mich absolut nicht zurecht zu finden, hatte keine Orientierung über St Ives und fühlte mich verloren. Ich muss sagen das neue Au Pair war da von Anfang an selbstbewusster, sie folgte unseren Gesprächen am Tisch und antwortete mehr als nur mit 3 Wörtern, wie es bei mir am Anfang der Fall war. So langsam merkte ich dass ich eigentlich gerade erst die Tricks der Kids raushatte, wusste wie ich bei ihnen durchgreifen muss damit sie hören und dann muss ich auch schon wieder gehen. Ich versuchte die letzte Zeit mit den Kids so viel wie möglich zu genießen, denn sie sind mir doch deutlich mehr ans Herz gewachsen als ich es am Anfang gedacht hatte. Jeder hat seinen eigenen starken Charakter der sich bei mir eingeprägt hat und in manch einer Weise verändert hat. 
Um jede Minute genießen zu können wurden die Nächte immer kürzer, und die Morgende immer früher. Mir stand ein volles Wochenende bevor, mit Abschied Geburtstag und all den Dingen die ich noch machen wollte. Zum ersten mal in Sydney schaute ich mir das nördliche Ufer der Harbour Bridge an. Das Wetter stand glücklicherweise auf meiner Seite und wieder ein mal verliebte ich mich in diese Stadt. Es gab noch so vieles was ich sehen wollte entschied mich dann aber dazu es bleiben zu lassen. Ich hasse es wenn man überall noch einmal hin geht “für ein letztes Mal“ denn das bedeutet dass man nicht zurückkehrt. Ich hatte aber eher das Gefühl, nur für Ferien wegzugehen! Ich genoss viel lieber die Sonne am Darling Harbour der auf einmal eine ganz andere Wirkung auf mich hatte. Als ich ihn das erste mal sah war ich völlig hin und weg, jetzt wo ich all die kleinen netten Plätze von Sydney kennen gelernt hatte, war es mir dort viel zu touristisch. Immer noch wunderschön, aber viel zu voll! Alle zusammen gingen wir Abends in die Stadt für mein Abschiedsessen! Mir wurde nicht gesagt, wo es hinging, nur dass ich eine schöne Aussicht haben werde! Als wir dann in der Stadt ankamen, ging es zum Circular Quay und dort ins Customer  House. Dort ist im Boden ein Model von ganz Sydney durch eine Scheibe anschaubar. Wir gingen aber nach oben und dort nach draußen auf den Balkon. Sofort sah ich den absolut wunderbaren Ausblick auf die Harbour Bridge und das Opernhaus. Ich war sowieso schon in einer tollen Stimmung aber diese Aussicht war steigerte meine Stimmung noch mehr. Ich freute mich auf den Abend mit meiner Familie und bestellt zum ersten mal Wein mit meinen Gasteltern. Ansonsten war es eher schwierig etwas zu essen für mich zu finden. In australischen Restaurants gibt es meistens nur ein vegetarisches Menü und dies ist überwiegend Pasta, also eher nicht so spektakulär. Ich musste mir also mein Gericht mal wieder aus vielen Beilagen zusammenstellen. Als wir dann endlich aßen, erlebte ich eine weitere intensive überwältigende Gefühlsexplosion. Vermutlich hing das auch damit zusammen dass meine Stimmung schon an ihrem Höhepunkt war. Im Laufe des Dinners unterhielten wir uns über die letzten 6 Monate, und mich verlies immer noch nicht der Eindruck, dass meine Zeit zu gehen noch nicht gekommen ist. Ich dachte der Abend könnte nicht besser werden, bis wir zur Opera Bar für ein Dessert gingen. Hier saß ich nun wieder mit der Familie wo alles begann. Doch dieses mal war ich nicht schüchtern und stumm sondern redete über alles, machte späße und spielte mit den Kids! Ich merkte dass ich mich doch sehr verändert habe und viel mehr Selbstbewusstsein gewonnen habe. Erst recht wenn ich das neue Au Pair neben mir sah und versuchte mich in ihre Lage zu versetzen. Es war mir einfach nicht mehr möglich alles durch die Augen eines Neuankömmlings zu sehen, denn die Stadt und die Familie sind mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich mir ein Leben ohne all dem nicht mehr vorstellen kann. Ein Teil von mir wird immer in Australien bleiben!
Noch war meine Zeit aber glücklicherweise nicht gekommen. Es stand noch eine große Birthdayparty am Sonntag an, denn Eva wurde 6 Jahre alt. Wir dekorierten den Garten passend zu ihrem „under the sea“ und bereiteten uns auf eine Horde kleiner Mädchen vor. Die Party selber war einem deutschen Geburtstag dann doch sehr ähnlich. Abgesehen davon dass alle dressed up kamen, wurde eine Schatzsuche veranstaltet, Stopptanzen gespielt und viel süßes gegessen. Ich konnte nicht sehr viel tun, also unterhielt ich mich mit den erwachsenen oder spielte mit der Ella, die für vieles noch zu klein war. Und auf einmal war die Party auch schon wieder zu Ende und der Tag war viel schneller vorbei als ich es wahr haben wollte! Mir blieben nur noch ein paar wenige Stunden mit der ganzen Familie und mich überkam eine nervöse und traurige Stimmung. Für mein Abschiedsdinner kochte Carolyn all meine lieblingssachen, Mais, Brokoli, Kürbis, rote Beete, Pilze, Kartoffeln und natürlich gab es eine große Schüssel Salat. Denn ich war die „Königin des Salates“ zu der Eva mit kürte. Die ganze Familie war anwesend, mit Karl, Caroly, Marcus, Eva, Kidu, Andrew, Jenn, Ella und Caros freundin claire und natürlich das neue Au Pair! Doch danach begann erst der traurige Teil. Es hieß Abschied nehmen da am nächsten Tag kaum Zeit dafür da ist! Ich hatte ein paar Geschenke vorbereitet die ich ihnen übergab und Eva bekam zu ihrem Geburtstag noch besondere Ohrringe, da sie sich ein Tag vorher erst Löcher bekommen hatte! Dann wurde ich selber noch mit Geschenken überhäuft, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und wurde von meinen Gefühlen überwältigt. Letztendlich endete alles ein wenig in Traurigkeit und Unglaubwürdigkeit dass ich nicht weiterhin ein Teil der Familie sein werde, zumindest kein präsenter Teil!
Ich wollte dass dieser Abend nie endet, aber es wurde schon sehr spät und die Kids mussten am nächsten Tag in die Schule. Um meinen Abend noch etwas zu verlängern, fuhr ich noch in die Stadt. Ich hatte geplant in eine Bar zu gehen von der man eine herrliche Aussicht über den ganzen Hafen hat! Leider merkte ich zu spät, dass es Sonntag war und schon nach 10 Uhr, das heißt, alles war geschlossen. Das störte mich nicht, da ich mich mit einem Freund traf, wir nahmen eine Flasche Rotwein 2 Gläser und liefen durch die ganze Stadt. Als ich dort in der Dunkelheit lief wurde mir bewusst dass es das letzte mal sein wird für eine sehr lange Zeit. Ich nahm alles auf einmal wieder viel intensiver und bewusster auf. Jede Kleinigkeit versuchte ich mir einzuprägen und mitzunehmen. 
Wir endeten letztendlich am Hafen an einer Aussichtsplattform von der wir auch einen wunderbaren Ausblick hatte, bis um 1 Uhr die Lichter der Brücke ausgeschaltet wurden. Irgendwie schien es mein Schicksal zu sein, endlich Abschied zu nehmen. Die letzten 2 Wochen werden mir wohl am stärksten im Gedächtnis bleiben!
Am nächsten Morgen stand ich extra früh auf um Jenny und Ella zu verabschieden. Dieses kleine aufgeweckte Mädchen freute sich so sehr mich zu sehen, dass es schwer war tschüss zu sagen, sie hätte es eh nicht verstanden! Als die Kids dann in der Schule waren hieß es für mich fertig packen, putzen und fertig machen zur Abreise! Ein letztes Mal drückte ich Marcus und Eva und merkte wie sehr ich die beiden vermissen werde! Zum Glück waren sie etwas abgelenkt von Evas neuen Geschenken so dass der Abschied nicht zu lange wurde! Im Auto unterhielt ich mich über alles mögliche mit Karl, so als würden wir nur kurz irgendwo hinfahren und dann wieder zurück kommen. Auf dem ganzen Weg zum Flughafen verließ mich nicht das Gefühl, dass ich wieder kommen werden. Ich erhaschte einen letzten Blick auf die skyline von Sydney und dann flog ich auch schon in eine neue unbekannte Zukunft!

Samstag, 23. Juni 2012


"How did it get so late so soon?"




Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie es war als ich aus dem Flughafen rausgelaufen bin und gehofft habe, dass ich meine Hostfamilie erkennen werde. Voller Vorfreude und Aufregung auf alles was ich hier in einem fremden Land erleben werde hatte ich den ganzen Abend ein lächeln um den Mund! Und jetzt ist dieses Lächeln noch größer geworden, wenn ich zurück blicke auf die letzten 5 Monate und besonders wenn ich mich ohne Probleme auf englisch einer langen Konversation widmen kann ohne dass mein Gehirn nach 3 Minuten abschaltet! Aber am größten ist mein Lächeln wenn ich an meine tolle Hostfamilie denken muss, wie viel schönes ich durch und mit ihnen erfahren und erleben durfte. Besonders die letzten Wochen sind sehr intensiv gewesen und ich merkte, dass ich hier jetzt richtig lebe indem ich mir einen Freundeskreis aufgebaut habe aber auch dass ich vieles einfacher sehe! Vor ein paar Monaten hätte ich es mich nie getraut alleine irgendwo hin zu fahren ohne genaustens zu wissen wie ich da hinkomme und mein Handy mit google maps in meiner Hand zu halten! Inzwischen bin ich offener und sicherer geworden dazu haben mir auch meine brasilianischen Freunde verholfen.
Vor ungefähr 4 Wochen entschied ich mich ganz spontan einer Gruppe nach Canberra anzuschließen, Ich hatte schon von vielen gehört, dass diese Stadt sehr langweilig sein soll, dennoch wollte ich sie sehen, immerhin ist es die Hauptstadt von Australien. Wie erwartet war die Stadt so gut wie tot. Ich fragte mich also, wie kommt es dass Canberra zur Hauptstadt wurde. Die folgte ganz einfach der Regel, wenn sich 2 streiten freut sich der dritte. In diesem Fall stritten sich Melbourne und Sydney um diese Ehre und so baute man Canberra um der Rivalität aus dem Wege zu gehen! Wenn man sich die Karte anschaut, sieht man deutlich, dass jede Straße geplant ist und die Stadt nicht von alleine gewachsen ist. Es gibt zwei Teile der Stadt und beide verlaufen im Kreis. Ein Kreis im Norden umgibt die Innenstadt und einer im Süden verbindet das alte und das neue Parlament. Verbunden sind beide Kreise mit einer langen, großen, breiten Straße auf der kaum ein Auto zu sehen ist. Der Vorteil hier ist, dass man sich absolut nicht verfahren kann, man kommt immer auf eine der Hauptstraßen, egal in welche Richtung man fährt! Wir schauten uns Canberra also ganz entspannt an, im Prinzip bestand das nur aus einem Kriegsmuseum und dem Parlament wo wir eine Tour gemacht haben und viel über das politische System gelernt haben. Leider hatten wir es uns zu gemütlich gemacht und konnten dann doch nicht mehr alles sehen was wir wollten, dies lag natürlich auch daran, dass die Tage hier inzwischen sehr kurz geworden sind und die Sonne schon um 5 Uhr unterging. Dennoch hatten wir unseren Spaß, besonders als wir auf 3 Brasilianer stießen, die ein Gruppenfoto von uns machen sollten. schnell kamen wir alle ins Gespräch und beschlossen für den Rest des Tages die Stadt gemeinsam anzuschauen. Dies endete darin, dass wir beschlossen ein Dinner zu veranstalten mit brasilianischem Essen und deutschem Bier. Dieser Abend endete mit dem Beginn einer Freundschaft. Jedenfalls für mich, denn die anderen Mädels reisten bald wieder ab oder hatten kein Interesse! Also lud ich die drei Jungs zu meinem Geburtstag ein. Ich konnte es gar nicht glauben dass es schon wieder so weit war und ich meine Teenager-Jahre nun endgültig hinter mir lassen würde! Ich beschloss in meinen Geburtstag reinzufeiern und wollte einmal so richtig nach amerikanischem Stil feiern. Also mussten allen Partyhütchen aufziehen und ich kaufte mir ein Krönchen. Bald merkte ich dass das ein riesen Vorteil hat, man muss sich nämlich keine Getränke selber kaufen und bekommt ganz viele Glückwünsche, die oftmals in witzigen Gesprächen endeten mit unbekannten Menschen! Vollkommen gut gelaunt wollte ich am nächsten Tag all die schönen Dinge in der Stadt machen, zu denen ich vorher nicht gekommen bin, aber das Wetter spielte nicht mit und so verbrachte ich den Tag in einem Shoppingcenter! Da meine Hostfamilie sehr beschäftigt war, vergaßen sie meinen Geburtstag, überraschten mich dann allerdings 2 Abende später mit einer kleinen Nachfeier. Also hatte ich fast 4 Tage am Stück Geburtstag! 
Eigentlich gab es nicht viele Ereignisse über die man schreiben könnte, aber ich selber habe mich sehr verändert und die Menschen in meinem Umfeld viel besser kennen gelernt! Deswegen mag ich Australien so gerne. Man kann sich einfach mit jedem Unterhalten und eigentlich auch fremden Menschen vertrauen! Normalerweise würde ich als Mädchen nicht alleine mit Jungs weg gehen, wenn ich sie nicht schon sehr lange kennen würde. Aber hier blieb mir letztendlich nichts anderes übrig, also feierte ich mit den Brasilianern ohne mich einmal unwohl zu fühlen. Ich hätte nie gedacht, dass das überhaupt möglich sein würde. Und jeder Besuch in deren Wohnung wurde netter und witziger, wir unterhielten uns lange über alles mögliche und ich merkte, dass ich sein kann wie ich bin ohne, dass andere Menschen über einen urteilen. Dieses Gefühl bekommt man in Deutschland eher selten, und das werde ich an Australien unglaublich vermissen, man kann einfach so sein wie man ist! 
Jetzt liegt nur noch eine lange Reise vor mir auf der ich hoffentlich all meine neuen Erkenntnisse nutzen kann um eine schöne Zeit zu verbringen und viel neues zu lernen und erfahren! 

Montag, 21. Mai 2012

"Live life with intensity"





Eine Woche nach Marcus‘ Geburtstag gab es natürlich auch eine Feier mit all seinen Freunden. Allerdings sieht das hier in Australien etwas anders aus als bei uns in Deutschland. Von meinen Kindergeburtstagen war ich es gewohnt, dass die besten Freunde den ganzen Nachmittag mit mir zu Hause verbringen, wir Schatzsuche, Reise nach Jerusalem oder Topfschlagen spielen und dann eine leckere Torte essen. Hier ist die Feier nur 2 Stunden lang und mit einem Thema versehen. Marcus wollte einer Skaterparty, also wurde ein Programm gebucht. Als alle Kinder endlich am Treffpunkt waren, bekam jeder ein Skateboard und eine halbe Stunde lang Unterricht. Nicht einmal Zeit für eine Pause hatten sie, bevor es mit einem Scooter auf eine Tour ging. Hinterher sollte es noch Pizza geben, die wurde allerdings auch nur hastig runtergeschlungen, weil dann schon die ersten Kinder wieder abgeholt wurden. Das komplett durchorganisierte Programm, lies den Kids nicht mal Zeit den Geburtstagskuchen zu essen oder die Geschenke auszupacken. Natürlich hatten alle Kinder Spaß, dennoch fande ich alles sehr hecktisch und irgendwie verfehlte es den Sinn einen Geburtstag zu feiern. Dabei geht es doch eigentlich darum, demjenigen der ein Jahr älter geworden ist, zu gratulieren und in den Mittelpunkt des Tages zu setzen. Aber hier, wollen die Kinder nur volle Unterhaltung, Süßigkeiten und Geschenke! Obwohl Marcus den Tag schön fand, hatte ich das Gefühl er konnte es gar nicht so richtig genießen, weil alles so schnell ging und überhaupt keine Zeit lies, so richtig mit all seinen Freunden zu spielen. Immerhin blieb dafür die Torte für uns übrig! 
Die nächsten Wochen bildete sich eine richtige Routine mit den Kindern. Zum einen weil wir durch jegliche Aktivitäten von Marcus nicht so viel Zeit haben groß irgendwas zu unternehmen und zum anderen hilft es den Kindern, damit sie vor Langeweile nicht anfangen zu streiten. Es gab kaum Momente in denen sie launisch waren oder nicht auf mich hörten! Ich kenne sie aber inzwischen auch so gut, dass ich genau weiß wie ich mit ihnen umgehen muss. Sie wissen auch, dass ich konsequent bin und wenn Eva dann mal wieder nicht auf mich hört und wegläuft, darf sie eben nicht auf dem Fahrrad nach Hause fahren, weil ich ihr nicht vertrauen kann! Das hat sie inzwischen sehr gut begriffen und nach einem großen Drama deswegen sprang sie mir 10 Minuten wieder in die Arme und spielte mit mir! 
Durch den geregelten Alltag verflog die Zeit unglaublich schnell in den letzten Wochen und ich kam auf einmal an einen Punkt, wo mir bewusst wurde, dass ich jetzt so richtig hier lebe! Ich muss nicht mehr alles vorausplanen, wie ich wo hinkomme, brauche selbst Nachts keine Karte mehr um mich in der Stadt zurecht zu finden und fing sogar an neu angekommenen Au pairs ein wenig rumzuführen. Dabei wurde ich selber an meinen ersten Tag in Sydney erinnert und wusste noch ganz genau wie beeindruckt ich von allem war! Diese Begeisterung konnte ich bei den anderen Mädchen allerdings nicht entdecken und so freute ich mich eben für die anderen mit und merkte dass es schön ist einfach nur durch die Stadt zu laufen! Dennoch braucht man ja auch Gesellschaft und so gab es an einem schönen Sonntag ein großes Picknick im botanischen Garten. Ich lernte ein paar neue Mädchen kennen und merkte dass die deutschen sogar nach ein paar Monaten in Australien nicht offener und geselliger geworden sind. Die einzige Amerikanerin wurde von Anfang an nicht einbezogen in dem alle nur deutsch redeten und als jemand ein Foto machen wollte, weil er es nett fand dass wir dort picknickten, wurde er angezickt und verjagt. Mir reichte es und ich entfernte mich von der Gruppe, mit dem Wissen dass ich mich mit ein paar Mädchen bestimmt nicht anfreunde! Zum Glück gibt es auch noch nette Mädchen mit denen man Abends so richtig schön feiern und spaß haben kann ohne einen Tropfen Alkohol zu trinken! Ich erkundete sozusagen das Nachtleben von Sydney, jetzt wo ich alles gesehen hatte was ich tagsüber am Wochenende machen kann! Ich ging ins Ballett im Opernhaus und dort sah ich die beste Aufführung, die besten Tänzer in meinem ganzen Leben. 3 Stunden lang saß ich still ohne zu merken dass ich mir etwas anschaue, die Ausstrahlung und Perfektion war so stark, dass man nicht einmal sehen konnte wenn sich die Tänzer auf einen Sprung oder komplizierten Drehung vorbereiteten. Man wurde richtig mitgenommen und ich sah niemand anderen mehr um mich herum! Als könnte der Abend nicht noch besser werden, ging ich danach noch in einen Club und hatte so viel Spaß wie noch zuvor beim feiern! Leider endete der Abend in einer Katastrophe als ich meine Kamera dort vergaß! Glücklicherweise gibt es noch ehrliche Menschen und sie wurde an der Bar abgegeben, so dass ich sie in der nächsten Woche abholen konnte!
Die Wochenenden waren inzwischen auch nichts besonderes mehr, sondern einfach 2 Tage in denen ich nicht mit Kindern zusammen war! 
Inzwischen ist hier der Winter eingekehrt, was so viel heißt, dass es morgens und Abends unglaublich kalt ist aber sobald die Sonne draußen ist kann man in Shorts und Top rumlaufen. Da ich in dieser Zeit des Tages auch noch frei habe, genieße ich das Leben hier in vollen Zügen. Natürlich fallen hier auch die Blätter von den Bäumen, aber dafür blühen Blumen die im Sommer vertrocknen würden und verstrahlen einen wunderbaren Duft! Ich fange hier richtig an zu leben und denke nicht mehr daran dass ich dieses unbekannte Land nur besuche da es inzwischen ja gar nicht mehr fremd für mich ist. 

Montag, 23. April 2012

"Play is the work of childhood"



Während dem Wochenende in Melbourne musste ich immer wieder daran denken, dass die Schulferien Anfangen wenn ich zurück bin. Davor graute es mir ein wenig, denn ich musste die Kinder dann den ganzen Tag beschäftigen. Am Ersten Tag war ich noch motiviert und schlug eine Fahrradtour zum Wildflower Garden in der Nähe vor. Dummerweise hatte ich den sehr steilen Berg in der Mitte vergessen, den wir erst runter und dann wieder hochfahren mussten. Was für mich relativ leicht zu schaffen war, stellte sich für eine 5-jährige als große Herausforderung dar. Aber dieses Hindernis bewältigten wir und machten dann eine Pause als wir endlich am Wildflower Garden ankamen. Eva war total begeistert und wollte noch weiter reinfahren. Marcus dagegen wollte nur noch nach Hause, also fuhren wir wieder zurück ohne auch nur eine Blume zu sehen. Neuer Tag neuer Versuch dachte ich mir und strebte das Projekt Pizza backen an. Immerhin mag jedes Kind gerne Pizza und wenn man dann auch noch selber aussuchen kann was da drauf soll, ist es ja noch besser. Also gingen wir erst mal einkaufen, aber mehr als Tomatensoße, Salami und Käse landete dann doch nicht in unserem Korb. Dafür liebten es die Kinder die Zutaten für den Teig ab zu meßen und zu mischen. Als die Pizza dann letztendlich fertig war schmeckte sie dem Marcus natürlich nicht, weil sie ja selbst gemacht war. Immerhin hatten sie Spaß und ich überstand den Tag ohne zu verzweifeln. Tag drei begann ich mit der tollen Idee eines Kochkurses im Shoppingcenter. Nachdem Marcus natürlich erst mal wieder keine Lust hatte, machte er dann doch begeistert mit. Vermutlich weil er hinterher alles essen durfte, das er gemacht hatte und das bestand zum Großteil aus Cookies! Und am Nachmittag beschäftigten wir uns 2 Stunden lang mit Origami. Ich konnte es nicht glauben, dass die so viel Spaß daran haben und am Ende hatten wir einen kleinen Zoo aus verschiedenen Tieren und Blumen zusammengestellt. Hin und wieder war Eva den Tränen nahe, weil es nicht so klappte wie sie es wollte aber mit ein wenig Geduld und Hilfe von mir schafften wir es dann! Dann war die Woche auch schon fast wieder rum und endlich kam die Sonne auch richtig raus. Für den Freitag hatte ich geplant ins Powerhouse Museum zu gehen. Das ist interessant für Kinder weil sie da selber viel erkundigen können. Vorher gingen wir aber raus und spielten 1 Stunde lang das Hüpfspiel Himmel und Hölle. Das erweckte Kindheitserinnerungen in mir und ich hatte absolut keine Probleme es wieder und wieder zu spielen. Der Ausflug in die Stadt, war für mich auch eine ganz neue Erfahrung, aber es stellte sich heraus das es leichter ist als ich dachte. Die Kinder wussten wie sie sich in der Stadt verhalten müssen und ich musste nicht bei jedem Schritt aufpassen das ich sie verliere. Am Ende der ersten Woche konnte ich es gar nicht fassen, dass ich es geschafft habe, vollzeit Entertainer zu spielen. Ich habe die Kinder dadurch noch besser kennen gelernt und gemerkt, das Marcus erst mal jede Idee verweigert. Ich muss es dann einfach trotzdem machen und er macht dann doch mit und findet sogar gefallen daran. Ich denke dass er mit sich selber zu kämpfen hat. Einerseits denkt er, dass er schon zu alt ist um bei Kinderaktivitäten mitzumachen aber eigentlich macht es ihm Spaß. Also ist er hin und her gerissen ob es jetzt zu uncool ist oder nicht. Eva ist da etwas weniger kompliziert, die kann sich gut auch selber stundenlang mit malen und basteln beschäftigen, während Marcus zu jedem Vorschlag den ich mache, sagt, dass es langweilig sei. Wenn wir dann aber was spielen kann er sich ebenso stundenlang beschäftigen. 
Am wochenende hatte ich mir dann Erholung verdient und ich machte einen langen Spaziergang, den so genannten Bondi-Coogee Walk. Der geht vom Bondi Beach bis zum Coogee Beach an verschiedenen anderen Stränden und Buchten vorbei und bietet eine wahnsinnig schöne Aussicht aufs Meer, die Strände, Felsen und Buchten. Dabei sind manche Stellen absolut überfüllt von Touristen und dann kommt man wieder an eine wunderschöne kleine Felsenbucht mit Anglern, alten Fischerbooten und Familien, Jugendlichen und Pärchen die ihn Ruhe das Wochenende genießen ohne Trubel. Am Sonntag schaffte ich es dann endlich in den Taroonga Zoo zu gehen. Der neben seiner Vielfalt an Tieren, auch eine wunderschöne Sicht auf die Stadt bietet. So konnte man sich in Ruhe die tierischen Bewohner aus Australien, Afrika anschauen während man immer wieder eine tolle Aussicht auf die gegensätzliche Städtische Seite von Sydney hatte. 
Die zweite Ferienwoche war glücklicherweise nicht ganz so anstrengend. Die Kids hatten morgens schwimmunterricht und Nachmittags Playdates. Zwischendurch schauten wir uns noch die Bibliothek der Macquarie Universität an, die mit ihrem Elektronischen System einer der größten Bibliotheken in Sydney ist. Und sahen jede Menge Filme, da der Herbst hier mit viel Regen eingezogen ist. Nachdem wir also 3 Tage lang mehr oder weniger im Haus eingesperrt waren, erlaubte ich den Kindern mit ihren Freunden auch drinnen rum zu rennen, Verstecken zu spielen und auf der Veranda Ball zu spielen als sonst niemand zu Hause war. Denn anderenfalls hätten sie ihre aufgestaute Energie in Streiten und Schlägereien ausgetragen. Allgemein habe ich das Gefühl, dass es die wenigsten Eltern ertragen wenn es mal etwas lauter wir. Aber das ist total normal bei Kindern, die schreien hin und wieder, rennen und machen eben Lärm. Man muss dass dann einfach ausblenden und nur schauen, dass dabei niemand verletzt wird. Am Freitag kam dann endlich, passend zu Marcus Geburtstag die Sonne wieder raus. Geplant hatten wir ins Kino zu gehen. Allerdings wollte er dann doch lieber zu Hause bleiben um mit seinem neuen Lego zu spielen. Trotz Sonne saß ich also mit ihm 3 Stunden lang am Tisch und baute verschiedene Star Wars Legosets zusammen. Zu meinem Erstaunen war Eva total lieb und meckerte nicht rum, dass wir nur Lego spielen. Sie ging dann in ihr Zimmer und beschäftigte sich selber. Ich hätte erwartet dass sie es nicht ertragen wird, dass an dem Tag die ganze Aufmerksamkeit auf Marcus fallen wird, aber wieder ein mal überraschte sie mich. Auch wenn sie manchmal ihre trotzigen Phasen hat und sich aufführt wie eine Prinzessin, ist sie ein unglaublich süßes und liebes Mädchen dass merkt, wann sie sich zurückhalten muss! Am Wochende flüchtete ich dann dennoch aus dem Hause um ein bisschen mehr von Sydney und seiner Umgebung zu sehen. Unglaublich erschöpft schaffte ich am Samstag leider nicht mehr, als zu einem Markt in der Stadt zu gehen, der besser angepriesen wird als er eigentlich ist. Es gibt zwar jede Menge schöne Handgefertigte und einzigartige Dinge zu kaufen, allerdings ist er mir leider zu sehr auf Profit ausgelegt und die meisten Sachen sind dann doch überteuert gewesen. Dafür hatte ich am Sonntag einen wunderschönen Ausflug mit 3 anderen Mädchen in die Blue Mountains. Das Wetter spielte zwar nicht so ganz mit, aber immerhin hatten wir keinen Regen. Und die Aussicht war dennoch unglaublich, mit dem schönen kräftigem Blau des Waldes und dem Nebel zwischen den Felsen. Wir liefen dann noch eine Treppe mit angeblich 900 Stufen hinunter. Allerdings nur bis zur Hälfte, da wir ja auch wieder hoch mussten. Das war anstrengender als erwartet und hätte ich mich ein wenig vorgelehnt, hätte ich mir den Kopf, vier Stufen weiter oben, angestoßen so steil waren manche Abschnitte. Danach ging es verbunden mit einem Spaziergang zu einem kleinen Wasserfall. Endlich spürte ich wie meine Energie wiederkam und ich kam mir wie ein kleines Kind vor, dass den Weg entlang rennt und über Steine hüpft!
Am Ende konnte ich es gar nicht fassen, dass ich die Ferien überstanden hatte. Aber dadurch habe ich die Kinder besser kennen gelernt und ich habe auch das Gefühl mehr ein Teil der familie geworden zu sein!

Donnerstag, 12. April 2012

"Back on the road again."





Unglaublich dass wir Melbourne schon wieder verlassen mussten, aber wir wollten ja noch ein wenig mehr von dem Land, vor allem von der Ostküste sehen. Also fuhren wir am Sonntag Morgen nach dem Frühstück los, zurück ins Auto! Angeblich sollte die Strecke nur 7 Stunden dauern, wir hatten also genug Zeit eine lange Pause am Strand einzulegen. Doch zu erst ging es quer durchs Land. Anders als bei der Hinfahrt, war die Umgebung dieses mal nicht flach sondern es ging ein Berg nach dem anderen rauf und wieder runter. Die meiste Zeit fuhren wir durch den Wald und sahen nichts als die gewundene, Straße und Bäumen vor uns. Die anfängliche Motivation und Vorfreude verflog dann irgendwann nach 4 Stunden, als der Strand immer noch nicht in Sicht war und die Sonne inzwischen hinter Wolken verschwunden war. Und dann auf einmal, nach dem es wieder einen Berg hinaufging, hatten wir eine unglaublich schöne Aussicht auf das Meer, oder eher eine Bucht genannt Lake Entrance. Wir landeten in einem kleinen Örtchen wo die Familien ihren Ostersonntag mit Angeln oder einer kleinen Bootstour verbrachten. Außer ein paar Ferienhäusern einem Shop und einem Cafè gab es hier nicht viel mehr zu sehen. Aber die idyllische Stimmung die hier herrschte war unbeschreiblich. Sie war nicht spießig oder aufgezwungen sondern harmonisch und entspannt. Vermutlich verbringen hier die Menschen aus der Stadt ihre Wochenenden um auszuspannen und von all dem Trubel weg zu kommen. Ich mein welcher Tourist fährt in ein so kleines Dörfchen, zum Angeln oder Boot fahren? Überhaupt schien hier die Zeit stehen zu bleiben als würden die Ferien nie enden. Doch leider mussten wir weiter, immerhin hatten wir erst die Hälfte der Strecke zurück gelegt und der Tag näherte sich schon dem Ende zu. Und schon 2 Minuten später war die Landschaft wieder das komplette Gegenteil mit ihrem dichten Wald, der engen kurvigen Straße die nie zu enden schien. Und dann fing es auch noch an zu regnen. Doch letztendlich kamen wir unserem Ziel näher und machten noch einen letzten Stop in Eden. Wir dachten ein Ort der sich so paradiesisch anhört, muss einfach wunderschön sein. Und das war er dann auch. Wir landeten an einem Strand der nicht weiß war, wo das Meer nicht klar und türkis war, aber dennoch war er einfach beeindruckend. Die endlose Weite und Freiheit des Meeres konnte man hier spüren wie sie einen dazu antrieb einfach loszurennen. Hinter mir eine Sanddüne mit grünen Büschen zwischen denen die Sonne unterging, vor mir das Meer und zu den Seiten nichts als Sand, hätte ich hier am liebsten ein Zelt aufgeschlagen und übernachtet. Aber die Sonne stand schon ziemlich tief und so beeilten wir uns endlich zu unserem Hostel nach Bega zu kommen. Dieses versteckte sich in einer kleinen Straße hinter Bäumen so das wir es erst nach mehrmaligem vorbeifahren entdeckten. Und so versteckt wie es war bot es auch nicht sehr viel Platz für Gäste. Es gab nur 3 Zimmer mit ja 6 Betten. Überhaupt ähnelte es eher einer kleinen Pension und es war passender weise auch eine Gruppe von älteren Menschen anwesend die sich für ihr Osterwochenende zum Drachen steigen lassen, getroffen haben. Der Aufenthaltsraum war einladend wie bei Oma gestaltet mit jeder Menge Dingen an der wand verteilt, die sich im Laufe der vermutlich letzten 50 Jahren angesammelt hatten. Ganz der Atmosphäre entsprechend war die Gruppe um unser wohl besorgt und meinten wir sollen uns bei ihrem Dinner bedienen, damit wir was anständiges zu Essen bekommen. Das Gemüse war auch alles organisch vom Nachbarn, wie mir eine Frau mehrmals versicherte. Da man außer Essen hier sonst nicht sehr viel machen konnte, endeten wir in einem lange Gespräch in unserem Zimmer bis mitten in die Nacht! Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war das erste was ich wahrnahm der Geruch von Kühen gemischt mit der salzigen Luft des Meeres. Das war ja auch nicht verwunderlich, da Bega bekannt war für seinen Käse. Wir machten also noch einen Stop an der Käse Fabrik wo wir uns durch alle Sorten probierten, bevor wir endlich an den Strand gehen konnten. Die Sonne hatte seine Kraft auch wieder bekommen und lud uns zu einem lange Strandspazierang ein. Doch alles schöne endet ein mal, so neigte sich auch unser Wochenende dem Ende zu und wir mussten schweren Herzens zurück nach Sydney aufbrechen. Dieses letzte Stück war das wohl schönste auf unserem ganzen Roadtrip. Die Straße war immer noch kurvig und eng, aber diesmal befanden wir uns im Regenwald der immer wieder auflichtete und uns eine unglaubliche Aussicht auf verschiedene Lichtungen bot. Auf einmal schauten wir von einem Berg runter aufs Meer oder eine Wiese mit Kühen. Dieser Anblick war immer noch ungewohnt, denn man erwartet in einem Land wie Australien keine Kühe! Wir machten noch einen letzten kleinen Zwischenstop, denn wir wollten uns den Spaß ein Foto vor einem berühmten australischen Schild zu machen, nicht entgehen lassen. Auch wenn das hieß dass wir am Seitenstraßen anhielten und seltsame Blicke der anderen Autofahrer über uns ergehen lassen mussten. Als wir uns dann Sydney näherten kamen wir natürlich noch in eine Polizei Kontrolle, die an Feiertagen besonders häufig anzutreffen sind. Die Polizisten sind aber sehr freundlich hier und immer zu einem Small Talk aufgelegt. Der nette Herr forderte mich dann auf in deutsch bis zehn zu zählen, nachdem er meinen Führerschein gesehen hatte. In sein Alkoholkontrollgerät fing ich dann an auf englisch bis 10 zu zählen. Dies führte natürlich zu allgemeinem Gelächter und ich merkte es erst als ich schon bei 8 war. Das bewies zum einen, dass mein Gehirn englisch nicht mehr als Fremdsprache ansieht und zum anderen dass es Zeit war endlich anzukommen um auszuruhen. Zu Hause wurde ich freudig von den Kindern empfangen die mir sofort ihre große Ausbeute der Ostereiersuche zeigten. Ich hatte in nur 4 Tagen über 2000km zurück gelegt und unglaublich viel gesehen und erlebt. Eine Woche vorher hatte ich nicht einmal daran geglaubt dass das wirklich klappen wird. Dennoch verlies ich mich auf fremde Menschen und habe dadurch eine unglaublich tolle Erfahrung gemacht und bin auch mit meinem englisch ein ganzen Schritt vorwärts gekommen!

Mittwoch, 11. April 2012

"Fun is supposed to be spontaneous" 








Ich kann es gar nicht fassen, dass ich tatsächlich nicht einmal eine Woche vor Ostern spontan beschlossen habe nach Melbourne zu fahren. Nachdem mir die Familie eine Woche vor Ostern mitgeteilt hat, dass wir doch nicht an die Gold Coast gehen wusste ich nicht was ich machen soll. Immerhin hatte ich 4 Tage am Stück frei und wollte die nicht in Sydney verbringen. Als ich dann am Strand mit 3 anderen Mädels lag um unsere Reise im Juli zu planen, bekam ich richtig Lust weg zu fahren, egal wo hin! In einer Au Pair Gruppe in Facebook postete ich dann, dass ich gerne die Great Ocean Road machen würde! es fanden sich sofort ein paar andere Mädchen die auch nach Melbourne wollten (wo die Great Ocean Road beginnt). Allerdings wollten die in Melbourne bleiben. Ich überflog dann noch einmal die Strecke und merkte dass es allein nach Melbourne über 10 Stunden mit dem Auto dauert. Mit der Great Ocean Road wäre ich dann die kompletten 4 Tage im Auto gesessen. Wir beschlossen also 2 Nächte in Melbourne zu bleiben und dann auf dem Rückweg an der Küste entlang zu fahren und eine Nacht in der Nähe eines Strandes zu verbringen, da Bega relativ auf der Hälfte der Strecke lag fiel unsere Wahl auf dieses kleines Städtchen! 
Am Donnerstag Abend sollte es losgehen. Wir kannten uns untereinander alle nicht. Ich fuhr also zu dem vereinbarten Treffpunkt und stand 4 fremden Mädchen gegenüber. Mia eine Deutsche, die eine Freundin besuchen wollte, Nadia aus Dänemark, Marloes aus Holland und Claire aus China. Nachdem der übliche Smalltalk über gemeinsame Erfahrungen als Au Pair ausgetauscht waren, wurde es still im Auto und ich merkte dass ich doch sehr müde war! Jede Stunde machten wir einen Stopp und es gab auf der Strecke sogar Anlaufstelle für Auto und LKW Fahrer mit kostenlosem Kaffe, Tee und Keksen! Dennoch konnte ich nach 7 Stunden Auto fahren meine Augen kaum noch offen halten und beschloss, dass es für alle Mitfahrenden das beste und sicherste wäre, wenn jemand anderes fährt. Ich schlief sofort ein und wachte erst auf, als es schon wieder hell wurde. Ausgeruht wie ich war übernahm ich dann wieder das Steuer für die letzte Strecke zu unserem Hostel in Melbourne, das wir nach 11 Stunden Auto fahrt erreichten. Die Strecke war sehr angenehm zurück zu legen, da der Highway breit und flach war mit sehr wenig Verkehr! Völlig erschöpft mussten wir feststellen, dass wir erst am Mittag einchecken konnte, also beschlossen wir ein wenig die Stadt zu erkunden. Mein erster Gedanke war, Melbourne ist eine tote, langweilige, schmutzige und ein wenig heruntergekommene Stadt! Allerdings hatte ich auch noch nicht sehr viel gesehen und wegen Karfreitag war alles geschlossen und kaum ein Mensch unterwegs! Da wir alle nicht sehr beeindruckt waren von der Stadt warteten wir im Park bis wir auf unser Zimmer konnten! Für mich war es das erste Mal das ich in einem Hostel wohnte und wenigstens gefiel es mir hier! Wir landeten in einem 12er Zimmer und gönnten uns dann erst ein mal eine Dusche! Nach einem frühen, überteuerten Abendessen war ich ein wenig enttäuscht von allem und wollte doch noch die Great Ocean Road machen. Natürlich gab es aber keine Tour am Samstag weshalb ich noch enttäuschter war und beschloss am Abend nicht mehr auszugehen sondern im Hostel zu bleiben. Immerhin gefiel es mir hier. Die Stimmung in einem Hostel ist einfach super, alle sind offen und es herrscht ein vertrauensvolles Verhältnis. Man kann selbst wertvolle Sachen im Zimmer liegen lassen ohne dass sie jemand anderes nimmt. Außerdem kamen wir sofort in ein tolles Gespräch mit 2 Kanadierinnen! Vollkommen erholt startete ich mit neuer Motivation in den nächsten Tag in der Hoffnung dass dieser nicht enttäuschend endet. Bei unserer Planung des Tages stellte ich schnell fest, dass es schwierig ist mit einer Gruppe unterwegs zu sein, von denen man niemand richtig kenn. Denn keiner sagt wirklich seine Meinung was er machen möchte und was nicht. Letztendlich hatten wir uns aber eine Sightseeing Tour zusammen gestellt die uns als erstes auf den Queen Victoria Market direkt am Hostel führte! Sofort merkte ich, dieser Tag sieht vielversprechend aus. Der Markt bot alles was man braucht, war aber dennoch nicht nur auf Tourismus ausgelegt, sondern eher für alltägliche Dinge! Überdächte Schuppen trennten die verschiedenen Abteilungen voneinander. In dem einen Schuppen gab es Kleidung, im nächsten Obst und Gemüse und im nächsten konnte man alles Kaufen was man im Haushalt so braucht, das reichte von lebendigen Hühnern bis hin zu Einkaufswägen. Der Markt war aber nicht überfüllt wie man es sonst auf Märkten oft erlebt. Überhaupt herrschte hier ein alltägliches Treiben von Menschen die den markt als Einkaufsladen nutzten! Mit einem kostenlosen Shuttlebus fuhren wir an den Hafen und ich merkte sofort, dass mein erster Eindruck der Stadt komplett falsch war. Auf dem kurzen Weg im Bus sah ich unglaublich viele einzigartige Gebäude, von dem jedes ein kleines Kunstwerk war. Beim Bau der Häuser geht es wohl nicht darum, so sinnvoll wie möglich zu bauen, dass heißt ein großer eckiger klotz mit vielen Wohnungen, sonder darum, dass es schön aussieht, ganz egal wie sinnlos und unpraktisch der Raum genutzt wird. Dafür kann man überall etwas entdecken. Manch ein Haus hatte einfach nur eine ganz bunte strukturierte Fassade, ein anderes hatte Fließen wie in einem Badezimmer an der Außenwand und wieder ein anderes Haus hatte bewegliches Silberplatten die wie eine Welle die Hauswand entlang wanderten! Besonders am Hafen hatte man eine wunderschöne Aussicht auf die Skyline von Melbourne ohne Touristentrubel! Auf unserem weiteren Weg kamen wir an jeder Menge Kunstwerken vorbei, sei es eine Kuh die verkehrt herum in einem Baum hing, eine Rote Treppe die nirgendwo hin führte, Skulpturen die aussahen wie Wellen oder einfach ein leeres Zugabteil für ein Cafe! An jeder Straßenecke konnte man etwas entdecken und all dies stand im starken Kontrast zu den sehr alten einfachen Gabäuden, die dort auch noch existierten! Dagegen wirkte der Botanische Garten dann sehr enttäuschend. Außer hin und wieder einer Skulptur oder Brunnen gab es da nichts zu sehen und so machten wir uns auf den Weg zu unserem Ziel, der Graffiti Straße, eine Straße deren Wände voll sind mit Graffiti. Und da gab es wirklich jede Menge zu entdecken, ein kleiner Pfosten wurde zu einem Penguin, auf dem Boden waren Blumen verteilt, sogar die Beatles konnte man an der Wand entdecken! Völlig erschöpft von all den Eindrücken ging es dann wieder ins Hostel und wieder einmal merkte ich dass Autralien doch so anders ist als Deutschland. Wir kamen sofort wieder ins Gespräch mit anderen Mädels aus unserem Zimmer überhaupt geht hier jeder auf den anderen zu anstatt ihn zu ignorieren. Wenn man in Deutschland jemanden in der Straßenbahn oder auf der Straße anspricht wird man mit einem seltsamen Blick bedacht und dann ohne Antwort stehen gelassen. Ich denke auch nicht, dass man in Deutschland spontan mit 4 völlig fremden Menschen in eine völlig fremde Stadt fährt ohne zu wissen, wo man landen wird und ob man einen Schlafplatz für die Nacht hat. Ich war aber total entspannt und fühlte mich nicht einmal unwohl. Und obwohl keiner in seiner Muttersprache redete hatten wir keine Probleme lange Gespräche zu führen die weit über den oberflächlichen Small Talk hinaus führten! 

Dienstag, 27. März 2012

"Enjoy the little child within you soul"


In den letzten 2 Wochen konnte man deutlich spüren, dass der Herbst einkehrt. Gegen Nachmittag wird es kühler und auch morgens brennt die Sonne nicht mehr so heiß wie gewöhnlich! Und das schlimmste daran ist, dass es auch Abends relativ früh dunkel wird. Dennoch gibt es immer noch sehr heiße Tage mit knappen 30°.
Ansonsten hat sich hier inzwischen ein sehr guter Alltag eingependelt nachdem der ganze Trubel mit Besuch vorbei ist. Für mich heißt das, ich kümmere mich jetzt ganz allein um die Kids und muss sie beschäftigen. Aber genau dort lag mein Fehler, weshalb ich manchmal nicht wusste wie ich die paar Stunden am Nachmittag füllen soll. Denn eigentlich muss man gar nicht den Entertainer spielen. Wenn man sich einfach auf die Kinder einlässt und ihnen folgt, dann kommen ganz von alleine Ideen und Spiele um sich zu beschäftigen. Und das allerwichtigste was ich vor 2 Wochen entdeckt habe war, dass ich nur selber wieder zum Kind werden muss. Mit der einzigen Ausnahme, dass ich trotzdem noch Verantwortung tragen muss. Aber das war gar kein Problem. Ich habe mir einfach einen Roller geschnappt und wettrennen mit den Kids zum Park unternommen. Dort haben wir fangen auf den Klettergerüsten gespielt und sind Bäume hochgeklettert. Überhaupt versuche ich so viel wie möglich mit den Kindern rauszugehen. Zum einen um die letzen Sommertage zu genießen und zum anderen sind sie dann nicht so schnell gelangweilt und fangen an zu streiten. Das ist hier nämlich ein sehr großes Problem. Besonders Eva war sehr schwierig, aber nur weil sie am krank werden war, wie sich vor einer Woche herausstellte. Da sie aber körperlich erschöpft war, schwankte ihre Stimmung sehr stark und von einem Moment auf den anderen fing sie an zu weinen und ärgerte ihren Bruder ohne Grund und lies sich auch nicht wieder beruhigen. Das wurde mir dann zum Verhängnis, als ich Marcus zum Saxophon bringen musste. Einen Moment war ich nicht konzentriert genug, Weil die Kids sich gegenseitig treten und schlagen im Auto und schon war ich zu weit links und streifte ein anderes Auto. Nun gut, jetzt werde ich auch einmal die Erfahrung machen wie es in Australien abläuft wenn man einen Unfall hat. All die Dinge die ich in Deutschland in 18 Jahren nicht erlebt habe, tauchen hier in wenigen Monaten auf. Natürlich war ich dann erst mal sauer auf die Kinder, die den Rest der Autofahrt auch ganz still waren. Man darf Kindern aber nicht lange böse sein. 1. vergessen sie solche Dinge sowieso ganz schnell wieder, besonders Eva und 2. verstehen sie den Zusammenhang nicht. Als Eva dann am Nachmittag zu mir kam, während ich darüber nachdachte wie es jetzt weiter geht und fragte warum ich traurig bin, konnte ich ihr einfach nicht mehr böse sein. Und ich habe daraus gelernt, dass ich anhalte wenn die Kinder anfangen zu streiten im Auto! Glücklicherweise hatte ich am nächsten Tag wieder genug Zeit an den Strand zu gehen und mich zu entspannen. Und wenn man den Strand so nahe vor der Tür hat, wundert es mich nicht, dass alle Menschen hier so ruhig, entspannt und erholt erscheinen. Man sieht niemanden von einem Ort zum anderen hetzen und wenn man selber einmal rennt um einen Zug zu erwischen wird man komisch angeschaut. Diese Erfahrung machte ich als ich mich am Samstag vor einer Woche endlich mal ins Nachtleben stürzte. Da hier Alkohol sehr teuer ist, besonders in Clubs, traf ich mich vorher mit einer Freundin am Darling Harbour um eine Flasche Wein zu trinken. Da dies in der Öffentlichkeit eigentlich verboten ist, steckt man die Flasche einfach in eine Tüte oder füllt den Inhalt in eine andere Falsche um. Wir saßen also am Wasser schauten uns ein kleines Feuerwerk an, das hier einmal im Monat stattfindet und freuten uns auf die Nacht. Leider war ich ein wenig enttäuscht, denn in dem Club sah jeder gleich aus. Die Mädels hatten die engsten und kürzesten Sachen an und die Jungs liefen alle im Hemd rum, meistens ein blaues. Also genoss ich einfach die Musik und ruhte mich an dem Pool auf dem Dach aus. Völlig erschöpft, musste ich dann die komplette George street barfuss entlang rennen um meinen letzten Zug noch zu erwischen, der mich dann nach Hause brachte wo ich in einen tiefen Schlaf fiel.
So wie jedes Wochenende war auch am nächsten Tag wieder was los in der Stadt. Dieses mal wurde der St. Patricks Day mit einer Parade gefeiert. Ich zog also mit Lisa und ein paar anderen Freundinnen los in die Stadt, wo uns lauter in grün gekleidete Menschen begegneten. Diese Parade war ganz anders als die Mardi Gras. Viel ruhiger und besser geeignet für Familien, lief die ganze Zeit irische Volksmusik. Danach ging es weiter in den Hyde Park wo eine Bühne aufgebaut war. Wir setzen uns dort auf die Wiese hörten den Performern zu und aßen unseren Kuchen. Ganz am Ende wurde dann noch der irische Volkstanz aufgeführt und ich wunderte mich nicht mehr länger darüber, warum der Kobold das Symbol der Iren ist!
Die nächste Woche verlief problemlos. Eva ging trotz Erkältung in die Schule, dafür war sie am Nachmittag so erschöpft und ruhig, dass sie die meiste Zeit drinnen verbrachte, wo ich ihr etwas vorlas oder sie mit der kleinen Ella spielte. Ich lernte auch noch die Lena kennen, die ebenso in St. Ives wohnt und stürzte mich mit ihr am Donnerstag erneut ins Nachtleben. Dieses mal ging es aber nicht in die Innenstadt und ich muss sagen ich hatte deutlich mehr Spaß. Die Menschen hier wirkten nicht so angespannt, aufgesetzt und steif, sie waren einfach nur hergekommen um Spaß zu haben, dabei spielt es keine Rolle ob man am Ende alleine heimgeht oder nicht! Und dann war es auch schon wieder Freitag, das hieß wieder ein mal, Beach ich komme. Und ich entdeckte einen neuen Strand der noch schöner war als die anderen! So lässt sich das Leben am anderen Ende der Welt genießen und man vergisst all die Dinge, die einen im laufe der Woche gestört haben. 
Am Samstag führte mich mein Weg auf der Suche nach einem Bioladen, in eine ganz andere Ecke von Sydney. Wie ich später von Caro erfuhr ist die Trainstation dort die gefährlichste. Ich hatte allerdings kein beklemmendes Gefühl, im Gegenteil ich war auf einmal im richtigen Leben von anderen Menschen angekommen. Familien spielten mit ihren Kindern im Park, andere sonnten sich bei einem Picknick auf der Wiese und ich kam in ein sehr künstlerisches Viertel. Dort waren die Türen zu kleinen Gallerien geöffnet und man konnte wenn es einen interessierte einfach hinein gehen oder man schaute nur beim vorbeigehen hinein. Als ich endlich mein langersehntes Körnerbrot gefunden und gekauft hatte, machte ich mich zu Fuß zurück Richtung Botanischen Garten, der hinter dem Opernhaus liegt. Ich lief die Crown Street entlang und verliebte mich umgehend in diese Straße. Die Häuserfassade sah aus, als wäre sie aus Pappe und würde in ein Filmstudio in Hollywood gehören. Ein Haus schloss direkt ans nächste An und war nur so breit, dass dort eine Tür und ein Fenster hinpasste. 2 Meter vor der Haustüre war ein kleines Gartenzaun und die 3 Schritte dorthin waren mit kleinen Bäumchen, Büschen und anderen Pflanzen bestückt. Hauptsache es war grün. Und diejenigen die 2 Stockwerke hatten, besaßen einen kleinen Balkon auf dem nicht mehr Platz war, als für ein Tisch mit 2 Stühlen, wo man herrlich seine Morgenzeitung mit einem Kaffe genießen kann. Das kleine Kind in mir machte sich bemerkbar und ich entdeckte viele kleine schöne Dinge. Überhaupt schien hier alles viel kleiner zu sein, als sonst in Australien. Dafür war alles einzigartig. Kein Haus sah aus wie das andere, die Kaffes gab es sonst nicht noch einmal und boten meistens nur Platz für max. 5 Tische. Studenten verkauften vor ihrem Haus auf der Straße alte Sachen und ich schaute in die ein oder andere offene Haustür hinein und wünschte mir, dort zu wohnen! Durch den botanischen Garten ging ich zum Openrhaus und wurde sofort aus meiner kleinen Welt gerissen. Alles war wieder daraus ausgelegt Geld zu machen und Touristen anzulocken. Schnell lief ich zur Harbour bridge um diese einmal zu Fuß zu überqueren und einen anderen Blick auf das Opernhaus zu bekommen und sofort ging es mir wieder besser, ich hatte das Gefühl wieder ein wenig freier zu sein. Vielleicht lag das auch nur an der Höhe und dem Wasser unter mir mit all den schönen Segelbooten. Gut gelaunt kam ich am Abend rechtzeitig zum babysitten nach Hause und wurde freudig von den Kindern entfangen die sich darauf freuten, dass ich wieder da bin um mit ihnen zu spielen. Ich lies das Wochenende am Sonntag erst mit einem schönen Brunch und dann einem kleinen Ausflug zum Darling Harbour ausklingen. Dort fand das indische Holi, das Fest der Farben statt. Auf einer Bühne zeigten die Mädchen und Frauen  ihre Tänze, ich lies meine Hand mit Henna schmücken und in einem anderen Teil konnte man, wie es in Indien auf der Straße üblich ist, mit Farben um sich werfen. Und wieder einmal war ich erstaunt wie international Sydney ist und dass es keine Probleme unter den verschiedenen Kulturen gibt. Jeder kann seine Traditionen ausführen und es gibt niemanden der es verbietet oder versucht zu unterdrücken. Im Gegenteil jeder ist herzlich dazu eingeladen mit zu machen und einen schönen Tag zu verbringen.