Mittwoch, 22. Februar 2012

"A family is a gift that lasts forever"





Die Letzte Woche verlief sehr turbulent. Aus einem kleinen Stich wurde eine große Wunde mit Eiter, die es mich in meinen Handlungen sehr einschränkte. Besonders das Laufen und sitzen fiel mir sehr schwer. Nachdem es eine Woche lang immer schlechter wurde, überwand ich mich am Mittwoch endlich zum Arzt zu gehen. Ich hatte eine sehr nette Ärztin, die meine Schmerzen nachempfinden konnte und mir Antibiotika, Schmerzmittel und ein Antiseptikum verschrieb. Carolyn, war unglaublich verständnisvoll, so dass ich mich den Tag über ausruhen konnte und mich nicht um die Kinder kümmern musste. Auch die nächsten beiden Tage war ich noch nicht in der Lage meine Aufgaben als Au pair wieder völlig alleine zu erfüllen und ich war wirklich froh, dass ich hier in einer so tollen Familie bin in der jeder mithilft wenn es nötig ist. Überhaupt ist der Begriff Familie hier sehr wichtig, deswegen hat Caro auch eine große Überraschung für Karls Geburtstag geplant. Am Freitag Abend hatten wir ein großes Dinner und es wurden 2 befreundete Familien eingeladen. Die Kinder bekamen Pommes und Filme und wir Erwachsenen ein 3-Gänge Menu und tolle Gesprächsthemen. Dieses Dinner hatte natürlich einen Hintergrund, wir mussten Karl wach halten. Obwohl Eva alles versuchte um wach zu bleiben, schlief sie irgendwann gegen 11 Uhr Abends ein. Die eine Familie hatte uns auch bereits verlassen, da die Kinder krank waren und ins Bett mussten. So saßen wir gesättigt vom Essen und einigen Falschen Wein, am Tisch und warteten. Aber worauf eigentlich? Als es schon nach Mitternacht war, verschwand Carolyn scheinbar ins Badezimmer. Als es dann an der Tür klingelte, war Karl überrascht und wir anderen grinsten auf Grund unseres Wissens, wer zu so später Stunde kommt. Doch vor der Tür stand niemand und als Karl wieder ins Esszimmer kam, konnte er seinen Augen nicht trauen. Da saßen doch tatsächlich auf einmal, sein Bruder Peter und dessen Tochter Sarah mit ihrem Mädchen Mia, die sich ums Haus durch die Terrassentür eingeschlichen hatten! Völlig überwältigt von seinen Gefühlen, brachte Karl kein Wort über die Lippen, aber er strahlte über das ganze Gesicht und man sah ihm an, wie unglaublich gut diese Überraschung gelungen war. Vollkommen erschöpft ließen wir den Abend dann relativ schnell ausklingen.
Am Samstag konnten es dann alle so richtig genießen dass die Verwandtschaft aus Österreich gekommen war und ich konnte den herrlichen Tag am Manly-Beach verbringen. Dort fand das Wochenende ein Surfer-Contest statt und demnach war es sehr voll. Ich lernte noch ein paar andere Au pair Mädchen kennen und hatte so langsam nicht mehr das Gefühl, neu zu sein. Da ich wegen den Antibiotika sehr schnell erschöpft bin, blieb ich am Sonntag alleine zu Hause, genoss die Sonne, den Pool und die Ruhe. Denn durch die zusätzlichen Gäste, gab es bisher keine einzige Minute, in der es im Hause still war. Ich freute mich natürlich auch über den Besuch, da es so für mich einfacher ist, die Kinder am Nachmittag zu beschäftigen. Dachte ich jedenfalls! Aber in Wirklichkeit tauchten dadurch mehr Probleme auf. Anstatt dass die Kinder auf mich hörten, tobten sie mit Onkel Peter rum, stritten sich und besonders Eva entwickelte sich zu einem Prinzesschen. Sie hörte nicht mal mehr auf ihre Mutter und jegliche Erziehungsmaßnahmen waren erloschen, denn sie hatte ständig jemanden der mit ihr spielte. Ich hatte es ziemlich schwer mit ihr, da sie mir nur noch pampige Antworten gab und versuchte mich rum zu komandieren. Sie ist sehr schlau und hat gemerkt dass ich geschwächt war und keine Kraft hatte mit ihr zu streiten. So schön es auch ist, eine große Familie zu haben ist es oft auch schwierig für Kinder, weil jeder andere Vorstellungen von Regeln und Grenzen hat. Obwohl die letzte Woche sehr turbulent war habe ich sie sehr genossen und mich inzwischen so richtig eingelebt. Denn durch meine Schmerzen, war ich irgendwann auf die Hilfe der Familie angewiesen und kann ihnen gar nicht genug dafür danken wie sehr sie mich bei meiner Genesung unterstützt haben indem sie mir so viel wie möglich an Arbeit abgenommen haben.

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