Mittwoch, 29. Februar 2012

"Children hours"




Happy 50. Birthday Karl! Letzten Dienstag hatte Karl Geburtstag, aber das hieß nicht, dass der Tag einfach war. Eva wollte nicht in die Schule gehen und meinte ihr Herz tut weh. Wie erklärt man einem Kind psychosomatische Schmerzen und dass es wichtig ist in die schule zu gehen, da wir ansonsten abends nicht essen gehen können. Ich habe bisher noch nicht rausgefunden, warum Eva nicht in die Schule gehen will, sie meint es sei Arbeit und sie will lieber spielen. Dabei basteln sie sehr viel in der Schule und das gefällt ihr eigentlich, auch die Lehrerin mag sie gerne deshalb weiß ich einfach nicht woran es liegen könnte! Letztendlich ging sie dann doch in die Schule, und ich fuhr mit Peter, Sarah und Mia in einen Nachbarort ins Shoppingcenter. Dort kauften wir Zubehör um Cupcakes zu machen, welche die Kinder nach der Schule freudig dekorierten. Am Abend gingen wir mit der kompletten Familie ins „Hurrican“  Karls Lieblingsrestaurant. Um seinen Namen alle Ehre zu geben, waren die Portionen riesig und eigentlich nicht zu schaffen, naja ich war die einzige, die nicht aufgegessen hat! Zu Hause gab es dann noch einen leckeren Schokoladenkuchen von der französischen Pattisserie um die Ecke und natürlich Bescherung. Auch hier war die gesamte Familie anwesend und man konnte Karl ansehen, dass er unglaublich glücklich war, besonders weil seine Verwandtschaft aus Wien dabei sein konnte. Am nächsten Tag hatte noch mehr Probleme damit, Eva fertig zu machen. Dieses mal war sie frech, rannte draußen herum und hörte absolut nicht. Erst als wir zu dritt, Peter Sarah und ich auf sie eingeredet hatten und ihr klar gemacht haben, dass sie in die Schule muss, schafften wir es gerade noch rechtzeitig aus dem Haus. Ihre Launen am Morgen ändern sich, an manchen Tagen macht sie keine Probleme aber an den anderen ist sie entweder frech oder sie weint, weil ihr was weh tut. Aber sie ist trotzdem ein unglaublich herzliches Mädchen, von der ich noch viel lernen kann und es macht mir immer wieder Freude mit ihr zu spielen. Am Donnerstag fuhren wir dank gutem Wetter endlich in den National Park, der nur wenige Kilometer entfernt ist. Von dem Berg aus, hatten wir eine unglaublich schöne Aussicht, auf die Weite des Parkes und ich war wieder einmal überwältigt und konnte es nicht glauben, dass nicht weit in die andere Himmelsrichtung eine Millionenstadt mit Hochhäusern zu sehen ist. Diesen Gegensatz werde ich hier vermutlich noch viel öfter sehen und immer wieder bewundern. Leider sahen wir ansonsten nicht sehr viel, hier und da einen Vogel und krebse, aber die Kängurus zeigten sich leider nicht! Am nächsten Tag war es wieder einmal so heiß, dass wir beschlossen, an den Strand zu fahren. Wir landeten an einem nicht sehr großen aber dennoch sehr schönen und leeren Strand mit Felsen an den Seiten, auf denen man klettern konnte. Und dann war die Woche auch schon wieder verflogen. Die Nachmittage waren besonders ereignisreich, und vergingen wie im Fluge. Mit Kindern erlebt man so viel, besonders mit ganz kleinen wie Mia. Es gibt immer wieder Momente die man am liebsten für immer festhalten möchte, aber man kann sie weder durch ein Foto noch durch ein Video festhalten. Jeden Tag passiert etwas neues, sei es dass sie ein neues Wort sagt oder die Mutter nachahmt wie sie mit dem Hund spielt! Man wird überschwemmt von Eindrücken, dass man sie gar nicht alles festhalten kann, was wirklich sehr traurig ist. Denn diese Momente sind die wichtigsten im Leben, weil es einen glücklich macht und man sich wohlfühlt! 
Am Samstag stand dann eine große Hawaii-Party an um Karls Geburtstag mit den Freunden nachzufeiern. Da bereits um 3pm die ersten Gäste kommen sollten, begannen wir schon morgens mit den Vorbereitungen. Und wie es sich gehört bereiteten wir 5 Frauen das Essen in der Küche vor, während Karl draußen mit den Kindern bastelte und Peter die beiden Babys, Mia & Ella, fütterte. Nach vollendeter Arbeit hüpften wir alle noch schnell in den Pool und dann konnte die Party beginnen. Es gab einen leckeren tropischen Punsch, Alkohol für jeden Geschmack und natürlich unmengen an Essen. Erst Snacks, dann BBQ und gegen Ende leckere Dessert von Karls Arbeit. Auch die Kinder hatten ihren Spaß und genossen den Abend. Es war eine sehr Multikulturelle Gesellschaft aus Australien, Östereich, Deutschland, Spanien, Kenia, Papua Neu-Guinea, Russland und England anwesend. Dementsprechend vielfältig verlief auch der Abend. Und irgendwann merkte ich gar keinen unterschied mehr, ob mich jemand auf Deutsch oder Englisch angesprochen hat, sogar von meinen Russischkenntnissen konnte ich Gebrauch machen. 
Da ich noch angeschlagen war von den Antibiotika war für mich der Abend relativ früh vorbei, aber die Erwachsenen tanzten noch lange bis in die Nacht hinein und es war ein reines Vergnügen meine Gasteltern mal außerhalb ihrer Rolle als Eltern zu sehen. 
Am Morgen danach war jeder erschöpft und so legten wir einen ruhigen Sonntag zu Hause ein. Ich kann es absolut nicht glauben dass schon wieder eine Woche vorbei ist. Mit Kindern vergeht die Zeit einfach viel schneller, weil man sich stundenlang mit einer Sache beschäftigen kann ohne dass es ihnen langweilig wird.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                        

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