So Etwas verspätet noch ein Überblick, auf den Sonntag!
Frühstück bei strahlendem Sonnenschein und Blick auf einen Meeresausläufer mit Wald ist einfach nicht zu topen, es sei denn man wärmt die Reste vom Vorabend erneut auf dem BBQ-grill auf und hat dann gebackene Tomaten, Spiegeleier und Rösti auf dem Teller! Und dieser intensive Geschmack von Essen, das auf einem Barbecue-Grill richtig zubereitet wird, ist einfach mit nicht damit zu vergleichen, wenn man es in der Pfanne brät. Natürlich spielte die Aussicht auch noch eine große Rolle, aber die haben wir bei uns am Bodensee ja auch oft genug. Gut gestärkt, setzten wir uns in die Paddelboote und erkundeten die Nachbarschaft. Und als wir es erst mal um die Ecke geschafft hatten, kam ich mir wirklich ein wenig so vor, als wäre ich auf dem Bodensee. Die Idylle war sehr ähnlich nur nicht so spießig. Und die Bäume waren natürlich schöner, die Menschen entspannter aber ansonsten sah es hier sehr ähnlich aus. Völlig erschöpft von der Paddelei legten wir uns einfach nur noch in die Sonne und genossen den herrlichen Tag, bis wir beschlossen alles einzupacken und zum Strand zu fahren. Nachdem alle Essensreste in die Mägen gewandert waren zog es auf einmal zu und man hörte vereinzelt Donner. Das hielt uns aber nicht davon ab auf unser Glück zu hoffen und so fuhren wir dennoch zu dem schönen Strand mit dem weißen Sand an dem wir auch schon am Tag vorher gebadet hatten. Leider wurde unser Plan durchkreuzt als es richtig anfing zu regnen und so fuhren wir direkt weiter nach Sydney. Eva fiel vollkommen erschöpft in einen sofortigen tiefen Schlaf, der erst endete als wir Sydney erreicht hatten. Marcus dagegen, konnte nicht schlafen, aber er saß sehr ruhig und geduldig auf seinem Platz und quengelte nicht ein mal, vermutlich weil er auch sehr erschöpft war. Um ihn hin und wieder zu beschäftigen spielten wir ein Spiel welches dem so genannten „ich sehe was, das du nicht siehst“ sehr ähnlich ist. Die Autofahrt verlief sehr ruhig und ich konnte einfach die Landschaft genießen. Es war wirklich unglaublich wie stark sich die Umgebung verändert hat, obwohl wir nur 3 Stunden unterwegs waren. Wenn man in Deutschland 3 Stunden irgendwo hinfährt sieht es dort auch nicht viel anders aus. Aber hier war das ganz anders. Es wechselte ständig zwischen Bergen mit kurvigen und steilen Straßen, unendlicher Weite mit ganz breiten geraden Straßen und Felsen, die rechts und links von der Straße weit nach oben ragten. Allein auf dieser Fahrt hatte ich das Gefühl, 3 Länder Plätze aus Europa durchquert zu haben. Da sind zum einen die schweizer Alpen mit ihren Kuhweiden die hier natürlich nicht gefehlt haben, dann das Höllental aus dem Schwarzwald mit den steilen Felsen und Kurven und nicht zu vergessen die unendliche Leere und weite von Norwegen, mit kleineren grünbewachsenen Felsen. Aber auch sonst habe ich an diesem Wochenende mir bekannte Orte wieder entdeckt. Wie z.B. die Amper, (Der Meeresausläufer vor unserem Haus) auf der ich auch schon öfters zum paddeln war, die energievollen Wellen und Klippen an der Berrara-Bay die mich sehr an Irland und seine Küste erinnerte und nicht zu vergessen der schöne dem französischen ähnliche Strand! Mit all diesen Eindrücken vollgestopft, kann ich es überhaupt nicht fassen dass wir nur übers Wochenende verreist waren, es kam mir eher so vor, als wären wir 2 Wochen weg gewesen. Ich bin unglaublich froh, dass ich diesen Ausflug mitgemacht habe, denn zum einen bin ich dadurch der Familie einen großen Schritt näher gekommen, weil ich nun auch mehr Kontakt mit den Eltern hatte. Und für die Kinder war ich nicht mehr ein Nanny sondern ein Spielkamerad, weil sich um die Erziehung ja die Eltern kümmerten. So machte es mir auch nichts aus mich mit den Kindern zu beschäftigen damit die Erwachsenen sich in Ruhe unterhalten können, aber meistens habe ich es gemacht, weil es unglaublich viel Spaß gemacht hat. Und einen großen Schritt habe ich auch im Englisch reden gemacht, weil ich ja keine andere Wahl hatte. Und mit Carolyns Freundin habe ich mich sehr viel unterhalten und über alle möglichen Themen ohne Probleme geredet!
Als wir dann wieder in die Stadt reinfuhren um noch ein Abendessen beim Thai einzunehmen, war ich wieder mal völlig überrascht wie schön Sydney ist. Und über das Wochenende konnte ich mir die Größe der Gebäude und der Stadt nicht einmal vorstellen!
Und das Opernhaus gab mir erneut das Gefühl, ich habe es geschafft, ich bin in Syndey!
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