Kaum erschöpft und immer noch gut gelaunt, kamen wir zu Hause an und mein erster Eindruck war einfach nur WOW. Wie aus meiner Vorstellung herrauskopiert, sah es genau so aus, wie man sich ein australisches Haus in einem Vorort vorstellt. Große Grundfläche mit vielen Räumen. Der Eingangsbereich geht direkt über in die Küche mit Ess- und Wohnzimmer. Dahinter etwas abgetrennt sind die Kinder- und das Elternschlafzimmer. Ganz typisch ist natürlich der Pool und die Veranda, die um das ganze aus geht. Jedes Zimmer ist mit einer großen Glasfront versehen und somit sehr hell und offen. Mein Zimmer ist wie ein kleiner Prinzessinenraum. Großer Spiegel, Wandschrank und ein Doppelbett mit verziertem Kopfteil und dicker Matratze! Da war es dann auch nicht verwunderlich, dass ich sofort in einen tiefen, ruhigen und erholsamen Schlaf fallen konnte!
Am nächsten Morgen packte ich sofort meine Koffer aus, damit ich mich von Anfang an wie zu Hause fühlen konnte (obwohl das schon längst der Fall war). Ich ging dann in die Küche zum frühstücken und was sehe ich: ein kleines Baby. Ich war erst mal total überrascht, gibt es etwa noch ein Kind von dem ich nichts wusste? Glücklicherweise wurde ich aufgeklärt dass es Ella die Cousine von den Kindern ist. Da fällt mir ein, vielleicht sollte ich euch mal die Familie vorstellen. Da ist zum einen Karl, mein Gastvater. Er stammt ursprünglich aus Wien und spricht deutsch, was manchmal sehr hilfreich ist. Carolyn die Mutter und dann natürlich die Kinder Marcus,7 und Eva, 5. Dann gibt es noch den Hund scooby, der noch sehr klein ist und total verspielt und die Katze Coco. Die Eltern von Carolyn, wohnen im selben Haus, haben aber einen seperaten Eingang.
Nach dem Frühstück, ging es los, ich sollte ja die Stadt sehen. Wir fuhren also mit dem Auto zum Manly Beach, der nicht weit entfernt ist. Bereits die Fahrt dort hin war sehr spannend, weil alles wirklich so aussah wie ich es gedacht habe. Flache Häuser große Grundstücke und viel Grün. Am Strand angekommen, hatte ich das Gefühl, ich wäre im Urlaub. Alle liefen in Badesachen rum, es roch nach Eis, Meer und guter Laune! Da es ein sehr populärer Strand ist und besonders bei Touristen beliebt, war natürlich viel los, alles überteuert und es gab jede Menge Geschäfte mit Sachen die man eigentlich nicht braucht! Dummerweise, hatte ich ein Strumpfhose an und konnte deshalb nicht ins Wasser gehen, es war aber trotzdem schön, am Strand zu sitzen und alles in mich aufzunehmen. Es ist wirklich unglaublich dass ich so nahe an einem Ort wohne, der mich an jede Sommerferien erinnert, einfach wunderschön! Wir fuhren dann mit der Fähre weiter und Marcus konnte es die ganze Zeit kaum erwarten mir das Opernhaus zu zeigen! Bevor es aber so weit war, konnte man jede Menge schöne Landstücke sehen, mit vielen Bäumen und je näher wir der Stadt kamen, sah man auch viele wahnsinnig schöne Häuser, vermutlich von der high society! Leider traute ich mich noch nicht so viel zu sprechen, also war die Fahrt eher ruhig und ich genoss die Aussicht. Und dann war es endlich soweit. Hinter einer Landzunge tauchte endlich das Opernhaus auf. Ich war überwältigt. Konnte es wirklich war sein, dass ich in Sydney bin, das Opernhaus direkt vor mir? Seit dem ich es zum ersten Mal auf einem Bild gesehen hatte, wusste ich, da will ich hin........! Und jetzt sah ich es vor einer riesigen Brücke und fühlte mich endlich angekommen!
Wir gingen von Bord und dann war es auch schon Lunchtime. Wir aßen neben dem Opernhaus mit direkter Sicht auf die Brücke. Leider fing es dann an zu regnen, aber das war nicht weiter schlimm, weil es immer noch sehr warm war und es auch bald schon wieder aufhörte. Die Kinder wurden langsam ein bisschen müde und so schauten wir uns nur noch das Opernhaus ein bisschen näher an und machten uns dann auf den Rückweg und Eva nahm meine Hand. Ich war bereits zu einem richtigen Familienmitglied geworden. Zu Hause angekommen, fing Carolyn an zu koch, Karl war wieder in Jogginghose im Garten anzutreffen und ich malte mit den Kindern! Wie so üblich gab es natürlich Streit zwischen den Kindern und so gingen wir alle zusammen mit dem Hund gassi. Wir schauten bei einer befreundeten Familie vorbei die gerade Besuch hatten und grillten! Während des Spazierganges lernte ich ein wenig die Umgebung kennen, die sehr hügelig ist. Dann war es auch schon Zeit fürs Abendessen. Gar nicht amerikanisch gab es viel Gemüse (Spargel, Salat und Kürbis) mit Hühnchen und Kartoffeln. Die Kinder machten sich bettfertig und ich suchte ein paar schöne Fotos von meiner Familie raus, die ich ihnen zeigen konnte. Sie freuten sich alle darüber und natürlich über die typisch deutsche Kinderschokolade die ich ihnen mitgebracht hatte. Völlig erschöpft, von so vielen neuen Eindrücken, fiel ich glücklich in einen tiefen Schlaf!
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