Um mich von den Strapazen zu erholen, zog ich sofort meinen Bikini an und sprang mit Marcus in den Pool. Herrlich! Das Wasser ist einfach mein Element und deshalb alberten wir lange rum und tobten uns bei Wettschwimmen aus! Natürlich gewann Marcus jedes Mal und ich war einfach nur glücklich, dass ich schon jetzt eine so gute Verbindung zu ihm gefunden hatte, da ich ja vorher nie mit Jungs in diesem Alter gespielt hatte! Drinnen machten wir uns dann über Monopoly her und danach folgte ein „Mensch ärgere dich nicht“ Match mit Eva, die inzwischen wiedergekommen war. Und dann wurde natürlich wieder gezeichnet. Dabei gibt es aber anscheinend immer am meisten Probleme zwischen den beiden Geschwistern, die sich ansonsten die meiste Zeit super verstehen und gut miteinander auskommen. Nur war das Teilen von Stiften und Papier angeht scheint es noch ein Streitkonflikt zu geben! Alles in allem verflog der Tag unglaublich schnell ohne dass ich auf die Uhr geschaut hatte oder Langeweile aufgekommen ist. Die Kinder stecken einfach voller Energie und Lust am Spielen. Und ich kann wieder ausgepowert und glücklich in einen tiefen Schlaf fallen!
Montag, 30. Januar 2012
"Relax, take it easy"
Sonntag! Für die Kinder hieß das, Schwimmunterricht und für mich ausschlafen. Und als ich dann aufstand und mein morgendlichen Kaffe trank, waren die Kinder bereits schon lange wieder da und Carolyn bereits für eine Baby shower party gerichtet. Eva wollte unbedingt mit, also blieben nur Marcus Karl und ich übrig. Auf dem Tagesplan stand heute: Autofahren! Da ich gestern bereits darauf hingewiesen wurde, dass ich heute fahren üben soll konnte ich mich schon ein mal mental auf dieses mir unbekannte Gebiet des Linksverkehrs einstellen. Eigentlich war ich deswegen nicht aufgeregt oder in irgendeiner weise eingeschüchtert, im Gegenteil ich freute mich richtig darauf, da ich Auto fahren liebe. Und die Tatsache dass mir ein Automatikauto zur Verfügung steht vereinfachte die ganze Sache natürlich sehr. Ich musste mich also nur darauf konzentrieren auf der linken Seite zu fahren. Den einzigen Respekt hatte ich vor der Größe des Autos, da ich bisher immer nur in kleinen oder zumindest niedrigen Autos gefahren bin. Karl war genauso optimistische wie ich, dass ich das schon schaffe und wies mich einzig darauf hin, dass ich mir so viel Zeit nehmen soll wie ich brauche. Total entspannt fuhr ich los, ohne Probleme damit zu haben, zu weit nach links zu geraten, wie es vielen Rechtsfahrern am Anfang geht. Mein einziges Problem war der Blinker, der rechts am Lenkrand angebracht ist und mich dazu brachte den Scheibenwischer mehrmals auszuprobieren! Obwohl es so einfach erschien war ich sehr froh, dass die Straßen am Sonntag kaum befahren sind, sonst wäre ich bestimmt nicht so relaxed gewesen. Aber vielleicht ist die überall bekannte australische Mentalität auch schon ihre spuren bei mir hinterlassen. Unser erster Stop mit dem Auto war ein Einkaufszentrum, das in keiner Weise anders aussieht als unsere. Nur die Brötchen beim Bäcker waren größer. Dennoch war das Gefühl und die Ausstrahlung eine ganz andere. Vielleicht lag das an den sommerlich gekleideten Menschen oder das niemand gestresst oder gehetzt war, ich kann es nicht in Worte fassen aber es war einfach großartig und angenehm. Eigentlich war als nächster Stop der Tennisplatz geplant, aber wir machten noch einen kleinen Halt zu Hause um das gerade gekaufte Reinigungsmittel für den Pool einzusetzen, denn es wurde langsam sehr warm. Ich nutzte die Gelegenheit mich einzucremen da es jetzt nach draußen ging. Wir verbrachten ungefähr eine Stunde auf dem Tennisplatz, wobei ich mich damit begnügte Scooby zu kraulen anstatt in der Sonne rumzurennen! Damit ich die Umgebung besser kennen lerne, zeigten mir Karl und Marcus noch die Schule. Ich inzwischen sehr selbstsicher was das Fahren anging, kurz vor dem Haus beim linksabbiegen natürlich auf die falsche Straßenseite, glücklicherweise war weit und breit kein anderes Auto, dem mein Fehler geschadet hätte.
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